Welches Shampoo nach Haartransplantation?
Haartransplantation, Medikamente

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Welches Shampoo nach Haartransplantation?Eine Haartransplantation ist ein operativer Eingriff an der Kopfhaut, der je nach Operationsmethode ein unterschiedliches Wundbild erzeugt. So entstehen beim FUT-Verfahren zwei verschiedene Wundareale. Einmal eine längliche und schmale Wunde in dem Bereich, in dem ein Hautstreifen inklusiver der darauf befindlichen Haarfollikel entnommen wird. In der Regel aus dem Haarkranz am Hinterkopf oberhalb des Nackens. Zum anderen entstehen zahlreiche Mikrowunden dort, wo die aus dem Hautstreifen entnommenen „Grafts“ eingepflanzt werden, um die dortige Kahlheit zu beenden. Das können durchaus 3000 Mikrowundmale oder auch mehr sein.

Viele winzige Wunden sind besser als eine Große

Bei der FUE-Methode verdoppelt sich die Anzahl der Mikrowunden, da bei diesem Verfahren die Grafts oder Follikel einzeln aus dem hinteren Haarkranz entnommen werden und nicht als Hautstreifen. Trotzdem ist die FUE-Methode schonender als das FUT-Verfahren und besitzt einen weiteren Vorteil. Die Abheilung der durch die Hautstreifenentnahme erzeugten großen Wunde am Hinterkopf dauert länger als die der zahlreichen Mikrowunden. Zudem bleibt eine, wenn auch schmale, jedoch sichtbare Narbe zurück, die sich bei Kurzhaarfrisuren deutlich zeigt. Mikrowunden, die bei der FUE-Methode sowohl zur Entnahme wie auch zur Einpflanzung erzeugt werden, heilen so ab, dass die winzigen Narben für das menschliche Auge unsichtbar sind. Um nach einer Haartransplantation und der darauf folgenden Abheilungs- und Wachstumsphase mittels der FUE-Methode festzustellen, ob bei einer Person eine Eigenhaarverflanzung durchgeführt wurde, ist schon ein Mikroskop notwendig. Bei der FUT-Methode genügt ein genauer Blick auf den Hinterkopf.

Zugegeben, ein Vorteil besitzt die FUT gegenüber der FUE. Die eigentliche Operationszeit ist etwas kürzer. Nach jeder Haartransplantation ist es jedoch wichtig, dass den Haaren wie auch der Kopfhaut Ruhe gegeben wird. Die kritische Phase sind hierbei die ersten 14 Tage. Schon während der Operation beginnt die Blutgerinnung an den Wunden und bildet den Schorf oder die Kruste. Dabei ist es wichtig, dass der Chirurg während der Haarverpflanzung die winzigen Mengen Blut, die austreten, schonend, aber gründlich entfernt. Je kleiner der Schorfbereich über der Wunde, desto besser heilt die Wunde später ab. Sowohl die verpflanzten Haare wie auch die Haare im Nachbarbereich der Entnahme- und Einpflanzungsstellen befinden sich nach der Operation im sogenannten Shock-Fall-Out. Neben den abheilenden Mikrowunden ein weiterer Grund, die Haare wie die Kopfhaut so schonend wie möglich zu behandeln.

Ruhe bewahren ist das wichtigste

In der Regel wird der Chirurg den Ratschlag geben, am Operationstag wie auch dem darauf folgenden Tag absolute Ruhe zu bewahren. Auf keinen Fall dürfen die Haare beziehungsweise die Kopfhaut in diesem Zeitraum irgendwie selbst behandelt oder manipuliert werden. Wenn überhaupt, sollte am ersten oder zweiten Tag nach der Operation eine etwaige erste Waschung der Haare durch den Chirurgen oder dessen Mitarbeiter durchgeführt werden, aber auch nur dann, wenn tatsächlich eine Notwendigkeit dazu besteht. Auch das Auftragen einer ersten Pflegelotion kann noch in der Klinik oder der Praxis vom Fachpersonal vorgenommen werden, wenn es ratsam erscheint. Eine frühzeitige Waschung oder den Einsatz einer Lotion an den ersten beiden Tagen ist beispielsweise dann angezeigt, wenn der Patient eine starke natürliche Durchblutung der Kopfhaut vorweist. Dieser Umstand verursacht mitunter eine verstärkte Krusten- oder Schorfbildung, die sich durch den frühzeitigen Einsatz milder Haarwaschmittel und Lotionen zurückdrängen lässt und den Abheilungsprozess normalisiert.

Welches Shampoo nach der Haartransplantation?

Im weiteren Verlauf sollte das Haarewaschen mit einem möglichst schonenden Shampoo erfolgen. Beispielsweise mit Seba-Med. Wie oft das Haarewaschen mit Seba-Med Shampoo oder einem anderen milden Produkt, vorzugsweise einem Babyshampoo, erfolgen soll, kann primär nicht festgelegt werden. Die Empfehlungen der Ärzte reichen hierbei von einmal bis dreimal pro Woche im ersten Monat nach der Haartransplantation. Auf jeden Fall darf während des Waschens kein übermäßiger Druck ausgeübt werden. Genauso wenig ist rubbeln oder reiben erlaubt. Das Shampoo vorsichtig auftragen, etwas einwirken lassen und mit handwarmem Wasser abspülen, danach die Kopfhaut mit dem Handtuch abtupfen. Auf diese Weise wird bald wieder volles dichtes Haar den eigenen Kopf krönen.