Haarwachstum

Wachstum nach einer Haartransplantation 4.83/5 (6)

Wachstum nach HaartransplantationDas die Menschen untereinander sehr verschieden sind zeigt sich auch an dem Wachstum transplantierter Eigenhaare. Bei einigen Patienten ist schneller ein Erfolg zu sehen, bei anderen benötigt das Wachstum der Implantate etwas länger.

Die Haarchirurgie bezeichnet dies als “fast” beziehungsweise “slow grower”. Das bedeutet, dass bei manchem Patienten bereits innerhalb von sechs Monaten der Erfolg gut erkennbar ist, bei anderen eventuell erst nach zwölf Monaten.

Um das Wachstum der Grafts nicht zu gefährden, ist nach einer Eigenhaar-Verpflanzung grundsätzlich von schweren Arbeiten, extremem Schwitzen beziehungsweise Feuchtigkeit und Staub sowie Sport (speziell Bodybuilding/Krafttraining) innerhalb der ersten zwei bis drei Wochen dringend abzuraten. Ungefähr vier Wochen sollten bis zum ersten Saunagang und Schwimmbadbesuch (bezüglich Chlor) vergehen. Die Nutzung des Solariums sowie intensive Sonneneinstrahlung ist während dieses Zeitraums ebenfalls zu vermeiden.

Ab wann kann der Patient mit neuen Haaren rechnen?

Etwa ein bis zwei Tage nach der Eigenhaar-Verpflanzung (Haartransplantation) zeigen sich zwar schmerzlose, allerdings unansehnliche Schwellungen, die sich ebenso im Gesicht fortsetzen und somit ein allgemeines Unwohlsein hervorrufen. Nach circa fünf Tagen haben sich die Schwellungen normalerweise so weit zurückgebildet, dass selbst von fremden Personen nichts Außergewöhnliches wahrzunehmen ist.

Ergebnis 6 Tage nach der Haartransplantation

Ergebnis 6 Tage nach der Haartransplantation

Die behandelten Hautbereiche weisen nach dem Eingriff Krusten auf, welche sich nach etwa zehn Tagen ablösen. Diese Zeit nutzen viele Patienten für einen entspannten Urlaub, wofür normalerweise zwei Wochen ausreichen. Sind die Krusten abgefallen, erscheint die Kopfhaut zart Rosa bis Hellrot, wie es bei abgeheilten Wunden in der Regel üblich ist.

Bis die behandelte Haut sich wieder farblich normalisiert hat, können zwei bis drei Monate vergehen, da dieser Prozess sehr individuell ist. Während dieser Zeit können die Bereiche mittels eines kosmetischen Abdeckstifts (Apotheken/Drogeriemärkte) der allgemeinen Hautfarbe angepasst werden.

Wurde bei der Eigenhaar-Verpflanzung die Steifentechnik (F.U.T. Methode) angewandt, dürfen die Fäden ungefähr 14 Tage nach dem Eingriff auch vom behandelnden Hausarzt entfernt werden. Bei Anwendung der F.U.E. Methode (Einzelhaarentnahme) entfällt das Ziehen der Fäden aufgrund der Einzelentnahme ganz.

Innerhalb von zwei bis sechs Wochen nach dem Eingriff verlieren die Patienten die versetzten Haare wieder. Dieser Umstand ist kein Grund zur Sorge – die Transplantate (Grafts) erleiden einen Sauerstoffmangel, da sie im Rahmen der OP eine gewisse Zeit außerhalb ihres normalen Umfeldes verbringen. Die Grafts verfallen nun in eine Ruhephase, wobei allerdings die “Haarpapille” (verantwortlich für das Wachstum der neuen Haare) bereits optimal verankert ist.

Etwa nach drei bis fünf Monaten startet langsam die Neubildung der Haare beziehungsweise FUs/Haarfollikel, wobei dieser Prozess unterschiedlich schnell (individuell) abläuft. Innerhalb dieser Entwicklungsphase können sich eventuell minimale Pickel/Unebenheiten zeigen, da der neue Haarschaft durch die Haut schiebt.

In kleinen Schritten füllt sich der behandelte Bereich innerhalb der nächsten sechs bis zehn Monate nach der OP mit kräftigen neuen Haaren. Im elften Monat nach der Eigenhaar-Transplantation können immer noch äußerst positive Veränderungen beobachtet werden, bis im zwölften Monat seit der OP das erfolgreiche Endergebnis zu bewundern ist.

Allerdings bestehen auch herbei manchmal spezielle Ausnahmen. So kann sich zum Beispiel nach etwa sechs bis acht Monaten erheblicher Wuchs der neuen Haare einstellen. Bei einigen Patienten zeigt sich dagegen schon nach drei bis fünf Monaten ein bemerkenswerter Haarwuchs und somit eine deutliche optische Aufwertung. Dies sind zwar seltene Ausnahmen, die jedoch erwähnenswert sind.

Innerhalb von zwölf Monaten nach der Eigenhaar-Verpflanzung sollten jedoch sämtliche neuen Haare Wachstum zeigen. Sieht man einmal von der individuellen Anwuchsrate ab, können auch im Zeitraum von zwölf bis achtzehn Monaten nach Abschluss der OP oft noch sehr deutliche positive Veränderungen auftreten. Da einzelne Haare vorerst sehr fein beziehungsweise filigran auftreten, werden diese im Verlauf der Zeit wesentlich an Umfang und Kraft gewinnen, wodurch wiederum ein beeindruckendes Volumen der Haarpracht entstehen kann.

Die verpflanzten Eigenhaare wachsen in der Regel über ein ganzes Leben weiter. Die neu gewonnenen Haare dürfen nach erreichen des Endergebnisses genauso behandelt werden, wie es die Patienten bisher mit ihren Haaren gewohnt waren. Modisches Stylen und frisieren mit Gel oder Haarspray ist erlaubt, wobei keine speziellen Produkte benötigt werden.

Die Wachstumsphasen nach einer Eigenhaar-Transplantation zusammengefasst:

Die Patienten sollten sich nach einer Eigenhaar-Transplantation grundsätzlich an die Anweisungen ihres Chirurgen halten, da ein Fehlverhalten das Endergebnis negativ beeinflussen kann.

Der natürliche Heilungsprozess einer Eigenhaar-Transplantation beinhaltet, dass die minimalen Einschnitte im Empfängerbereich sowie die Narbe des Entnahmegebietes dünne Schorfkrusten entwickeln. Während der Wundheilungs-Phase, etwa zweite bis dritte Woche nach dem Eingriff, verschwinden diese allerdings von selbst.

In diesem Zeitraum fällt auch ein großer Teil der versetzten Haare aus, wofür die reduzierte Nährstoff- und Sauerstoffzufuhr verantwortlich ist. Dieser Prozess ist absolut natürlich und sollte den Patienten keine Sorgen bereiten. Dieser Vorgang stellt allerdings keine Zerstörung der Follikel dar, da sich nach ungefähr drei bis sechs Monaten kraftvolle neue Haare ausbilden.

Nach manchen Behandlungen wie zum Beispiel einer Verdichtungs-Behandlung, können neben den verpflanzten Haaren auch umliegende Haare ausfallen. Letztere wachsen jedoch ebenso kräftig nach wie die Transplantate. Dieser Vorgang wird als “Shock Loss” bezeichnet und ist lediglich eine kurzzeitige sowie meistens temporäre Erscheinung, welche sich nur bei einigen Patienten zeigt. Ursache ist wahrscheinlich der Stress, den ein operativer Eingriff ausgelöst.

Die transplantierten Follikel produzieren bereits direkt im Anschluss an die Verpflanzung neue Haare, welche nach circa drei Monaten als flachsartig und filigran zu beschreiben sind. Diese werden stetig fester und kräftiger, sodass nach ungefähr zwölf Monaten das Endresultat deutlich zu sehen ist.

In der Regel produzieren sämtliche versetzten Eigenhaare erneut kräftige Haare, allerdings gibt es auch hier seltene Ausnahmen. Somit ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und sich mit viel Geduld auf das Endergebnis zu freuen.

Health Travels - beste Haartransplantation

Resultat nach einem Jahr.