Haartransplantation

Lohnt sich eine Haartransplantation? 5/5 (2)

Lohnt sich eine HaartransplantationErfolgsaussichten einer Haartransplantation

Für die optimalen Erfolgsaussichten einer Eigenhaar-Transplantation ist unter anderem auch die geschickte Umverteilungs-Strategie mit Rücksichtnahme auf die individuellen Eigenschaften der Patientenhaare wichtig. Die genau überlegte Umverteilung durch den behandelnden Chirurgen ist für den Erfolg einer Haartransplantation ebenso wichtig wie die exakte Menge der geeigneten Spendehaare. Von Erfolg ist zu sprechen, wenn eine ideale Schattierung des Kopfbereiches durch die eingesetzten Haare erzielt wurde, sodass die Hautfarbe bei einer gemäßigten Kurzhaarfrisur nicht durchschimmert.

Die spezifischen Eigenschaften der Haare sind ausschlaggebend

Für ein positives Ergebnis einer Eigenhaar-Transplantation spielen neben der Haardichte auch die besonderen Eigenschaften der Spendehaare wie zum Beispiel die Struktur, Dicke sowie die Farbe der jeweiligen Patienten eine tragende Rolle. Da jede Person über äußerst unterschiedliche Haarmerkmale verfügt und zudem besondere Erwartungen an den Erfolg des Eingriffs stellt, sollten die Haarchirurgen dies auch zum Beispiel im ersten Beratungsgespräch berücksichtigen. Somit muss die komplette Behandlung individuell auf die Patienten zugeschnitten sein, um einen ästhetischen und vor allem natürlichen Erfolg zu gewährleisten.

Die Dichte wie auch Stärke der Haare haben wichtige Funktionen

Je kräftiger der einzelne Haarschaft ist, umso mehr Kopfhautfläche kann befriedigend abgedeckt werden. Sind die Haarschäfte dagegen wellig, decken die Biegungen zusätzlich Hautfläche ab. Die naturgegebene gesunde Haardichte variiert normalerweise zwischen sechzig und einhundertzehn Follikel-Einheiten je Quadratzentimeter.

Da die Dichte der Haare jedoch bei allen Personen spezifisch ist, ist es nicht einfach, mittels Haartransplantation die ehemals naturgegebene Haarpracht nachzubilden. Als erfolgreich wird der ästhetische Eingriff bezeichnet, wenn andere Personen die Haarverpflanzung nicht wahrnehmen, da eine natürliche Optik entstanden ist.

Die ideale Menge Transplantate sichert den Erfolg des Eingriffs

Um langfristige Erfolgsaussichten zu gewährleisten, muss der ausführende Chirurg die bestehende Haardichte erkennen. Zudem ist es wichtig, dass der Haarspezialist einen fortschreitenden wie auch altersbedingten Verlust weiterer Haare einkalkuliert und diese Umstände bei der Behandlung mit einbezieht.

Der Chirurg spielt somit je nach zu behandelnder Fläche mit variierenden Dichten, um auf diese Weise die Erfolgsaussichten optimal zu fördern. Hierbei ist fundamentierte Erfahrung, Geduld sowie ausreichend Zeit erforderlich, da ein Über- wie auch das Unterschreiten einer angemessenen Haardichte eine eher unnatürliche Optik erzeugt.

Daraus ergibt sich folgende Konsequenz: Die Qualität und die Erfolgsaussichten einer Eigenhaar-Verpflanzung sind größtenteils abhängig von der Menge der Transplantate sowie deren optimaler Verteilung auf dem Empfängerbereich. Stehen ausreichend gesunde Follikel zur Verfügung, sind die Erfolgsaussichten umso besser.

Den Farbkontrast ausgleichen und die Haarlänge anpassen

Einen weiteren Faktor für den Erfolg einer Eigenhaar-Transplantation stellt der Kontrast zwischen Kopfhautfarbe und Haarfarbe dar. Weichen die Farben stark voneinander ab, wird der Kontrast wesentlich deutlicher wahrgenommen. Aus diesem Grund werden mehr Haare benötigt, um diesen Umstand zu kaschieren. Ist der Farbkontrast jedoch geringer, reichen weniger Follikel aus, um die Kopfhaut erfolgreich abzudecken.

Ist das Haar länger, sorgt es für eine bessere Schattierung beziehungsweise Abdeckung der behandelten Fläche. Um den Erfolg einer Eigenhaar-Transplantation zu sichern, sollten die Transplantate über eine Mindestlänge verfügen, um eine ideale Abdeckung zu realisieren. Sind die Haare allerdings zu kurz gehalten, ist die Optik stets suboptimal. Werden im Rahmen der Werbung extreme Kurzhaarfrisuren im Anschluss einer Haarversetzung propagandiert, ist Vorsicht geboten, da derartige Versprechen unrealistisch sein können.

Optimales Haarstyling nach der OP

Das angestrebte Ziel der Eigenhaar-Transplantation ist also, die kahle Kopfhaut mittels ausgewogenem Kompromiss zwischen den natürlichen Haareigenschaften und der Transplantatdichte ästhetisch abzudecken. Daher kann es sinnvoll sein, dass die versetzten Haare auf eine gewisse Länge wachsen, damit deren Deckkraft vergrößert wird.

Ebenso wie die Länge der Haare, ist eine individuell angepasste Frisur für den optimalen Erfolg einer Haartransplantation wichtig. Die Abdeckung der Kopfhaut ist im Prinzip gelungen, wenn der natürliche Wuchswinkel der Haare beim Versetzen beachtet wird. Liegen die Haare flach am Kopf an, fällt die Schattierung wesentlich besser aus. Somit ist ein individuell angepasstes Haarstyling für die Erfolgsaussichten nach einer Eigenhaar-Transplantation unumgänglich.