In die Türkei für eine Haartransplantation
Haartransplantation

In die Türkei für eine Haartransplantation 5/5 (3)

Allein in Deutschland leiden laut einer Statistik rund 15 Millionen Menschen unter akutem Haarausfall, der überwiegende Anteil davon sind Männer im Alter von 25 bis 65 Jahren. Der Grund dafür ist die androgenetische Alopezie, die Vererbung des Haarausfalls aus der väterlichen oder mütterlichen Linie.

Unabhängig voneinander geführte Studien zeigen auf, das der erbliche Haarausfall genauso wie der altersbedingte Haarausfall keineswegs nur in der BRD ein Problem darstellt. Weltweit sind davon sogar etwa 80 % der männlichen Bevölkerung betroffen. Die Degenerierung des Haupthaares beginnt meist schleichend mit dem Entstehen der Geheimratsecken. Je nach Veranlagung folgt ein Rückgang des Haaransatzes über der Stirn beziehungsweise die Ausbildung einer Tonsur am Hinterkopf. Die Geschwindigkeit, mit der der Haarausfall voranschreitet genauso wie der Beginn sind je nach genetischer Veranlagung unterschiedlich.

Kann medikamentös etwas dagegen getan werden?

Sowohl die Anzahl der Medikamente wie auch deren Wirksamkeit gegen Haarausfall halten sich sehr in Grenzen. Natürlich bietet der Markt unzählige Produkte gegen Haarausfall an, von der Chemiekeule bis zum angeblich altbewährten Hausmittel. Einem neutralen und objektiven Test können jedoch nur zwei Mittel einigermaßen standhalten. Beide Produkte, Minoxidil sowie Finasterid, können den Haarausfall verlangsamen oder sogar stoppen, jedoch nur, wenn die Medikamente fortdauernd eingenommen beziehungsweise aufgetragen werden. Dabei liegt die Erfolgsquote bei maximal 20 % und neues Haarwachstum entsteht mit den Mitteln auch nicht. Kahlstellen bleiben kahl.

Dauerhafte Lösung Haarverpflanzung – stimmt das?

Die Zahlen sprechen für sich. Bei der Eigenhaartransplantation besteht eine Erfolgsquote von über 90 %. Ein Knackpunkt hierbei ist die Erfahrung des durchführenden Chirurgen oder Dermatologen, denn bei der Haarverpflanzung ist die Auswahl der meist am Hinterkopf entnommenen Follikel und deren richtiges Einsetzen an den kahlen Stellen von größter Bedeutung. Unter optimalen Bedingungen lässt sich das Ergebnis von natürlich gewachsenem Haar nur mit dem Mikroskop unterscheiden. Ein prominentes Beispiel hierfür ist der Fußballtrainer Jürgen Klopp. Der heute Fünfzigjährige ließ sich durch eine Eigenhaartransplantation die beginnenden Geheimratsecken auffüllen und kann nun auch an windigen Tagen ohne Kopfbedeckung vom Spielfeldrand aus seinen Spielern Anweisungen zurufen.

Warum in die Türkei zur Haartransplantation?

Die türkische Mega-Metropole Istanbul, sie zählt zu den 15 größten Städten der Welt, hat sich im zurückliegenden Jahrzehnt zu einem anerkannten Zentrum für die Haartransplantation entwickelt. Hier arbeiten erfahrene und gut ausgebildete Chirurgen wie auch Dermatologen überwiegend mit dem Verfahren der Follicular Unit Extraction (FUE), der einzelnen Follikelentnahme und deren Einpflanzung.

Ein wichtiger Punkt, warum Istanbul zum Epizentrum in der Haarverpflanzung wurde, ist natürlich die günstige Kostenstruktur, gepaart mit einer sehr guten technischen Ausstattung. Lohn- und Fixkosten sind in der Türkei im Verhältnis zu Deutschland wesentlich tiefer veranschlagt. Die Kosten für eine Eigenhaarverpflanzung können in Istanbul bis zu 75 % niedriger ausfallen als in der BRD. Je nach Aufwand ist in Deutschland durchaus mit Preisen von über 10.000 Euro zu rechnen. Das hängt mit der jeweils angewandten Methode zusammen. Im Grunde kommen nur noch die beiden Verfahren FUT und FUE zur Anwendung. Doch wo sind die Unterschiede?

FUT oder FUE – was ist besser?

Die schnellere Methode ist die Follicular Unit Transplantation (FUT), das ist unbestreitbar. Bei diesem Verfahren wird am Hinterkopf ein Streifen Haut mit den entsprechenden Haaren herausgeschnitten. Die dadurch entstehende Wunde wird anschließend vernäht. Aus dem Haarstreifen werden einzelne Grafts, das sind Bündel mit je 1 bis 4 Haaren, entnommen und in die Kahlstellen einzeln eingepflanzt. Der große Nachteil dieses schnelleren Verfahrens liegt in der sichtbaren Narbenbildung durch die großflächige Hautentnahme am Hinterkopf. Diese lässt sich zwar mit längeren Haaren kaschieren, eine Kurzhaarfrisur jedoch macht die Narben wieder deutlich sichtbar.

Die zeitaufwendigere Methode ist die Follicular Unit Extraction (FUE). Hierbei werden die Grafts oder Haarfollikel einzeln mit einer Hohlnadel unter örtlicher Betäubung entnommen und einzeln wieder eingepflanzt. Die dabei entstehenden Wunden besitzen maximal einen Durchmesser von etwa 1 mm. Diese Kleinstwunden verheilen in kurzer Zeit ohne eine sichtbare Narbenbildung. Das bedeutet nun sicherlich eine längere Sitzung beim Dermatologen oder Chirurgen, besitzt aber dafür den Vorteil, das in Zukunft jede gewünschte Frisur gewählt werden kann, ohne an etwaige Narben denken zu müssen. Zudem wachsen die Haare in der Entnahmezone wieder natürlich nach, was bei vernarbten Gewebe nicht oder kaum möglich ist.

Die geeignete Klinik für die Haartransplantation in Istanbul finden

Die Kliniken und Praxen für Haartransplantationen in Istanbul erleben aufgrund des sehr guten Preis-Leistungsverhältnis einen regelrechten Boom. Das führt leider dazu, dass auch Anbieter von Haarverpflanzungen zu finden sind, deren Qualität zu wünschen übrig lässt. Darum ist es unerlässlich, genau zu prüfen, welcher der verschiedenen Anbieter am ehesten für die eigene Haarverpflanzung in Frage kommt.

Um hierbei die Spreu vom Weizen zu trennen, sollten Informationen zu den Kliniken und Praxen eingeholt werden, die sich teils auf den Webseiten der Unternehmen finden, teils aber auch in Bewertungsportalen oder in Erfahrungsberichten. Eine Checkliste könnte folgende Punkte beinhalten:

  1. Aus- und Weiterbildung des verantwortlichen Dermatologen oder Chirurgen?
  2. Wer führt die Haartransplantation aus, der Chef oder etwa unerfahrene Assistenten?
  3. Ist der Arzt auf Haarverpflanzungen spezialisiert?
  4. Welchen Ruf besitzt die Klinik? Eventuell Bewertungsportale im Internet aufrufen
  5. Wie viele Haartransplantationen werden täglich durchgeführt? Zu viele sollten es nicht sein, da bei einer Fließbandabfertigung die Qualität leidet.
  6. Gibt es in der Klinik deutschsprachige Mitarbeiter, die für anfallende Fragen zur Verfügung stehen und diese auch kompetent beantworten können?
  7. Ist der Vertrag zur Behandlung in deutscher Sprache abgefasst?

Wenn sich diese Fragen positiv beantworten lassen, ist schon ein großer Schritt hin zu einer kostengünstigen Haarverpflanzung getan. Je nach Anbieter bestehen für deutschsprachige Kunden auch Komplettangebote, die nicht nur die Klinikkosten, sondern ebenso den Flug und das Hotel beinhalten. Das macht es noch einfacher, die Haartransplantation in Istanbul mit der in der BRD zu vergleichen. Übrigens finden sich auch in Deutschland nicht an jeder Ecke entsprechende Einrichtungen. Kliniken und Praxen für Eigenhaarverpflanzungen, die nach der FUE-Methode arbeiten, sind auf die urbanen Zentren konzentriert. Wer in ländlichen Regionen beheimatet ist, muss auch in der BRD oft lange Anfahrtswege in Kauf nehmen.

Fazit

Im direkten Vergleich können die Kliniken zur Haarverpflanzung in der Türkei durch den Kostenvorteil klar Punkten. Dazu kommt das Erlebnis Istanbul, denn schließlich ist die Stadt am Bosporus schon für sich eine Reise wert. Ist doch praktisch, wenn dann das Nützliche mit dem Schönen verbunden werden kann.