Ablauf und Dauer einer Haartransplantation
Haartransplantation

Ablauf und Dauer einer Haartransplantation 5/5 (5)

Im Vorfeld einer Eigenhaar-Transplantation mit Health Travels findet eine ausführliche, individuelle und ebenso ehrliche Beratung statt. Unsere Mitarbeiter stehen im ständigen und direkten Kontakt mit dem behandelnden Arzt. Hierbei wird das nachhaltige aber auch realistische Konzept der Behandlung entwickelt sowie der Ablauf des Eingriffs eindeutig erklärt. In diesem Gespräch wird sozusagen ein Masterplan entwickelt. Ist die Entscheidung zugunsten der Haarverpflanzung gefallen, wird gemeinsam ein möglicher Termin für die OP ermittelt.

Erste Schritte zur Eigenhaar-Transplantation mit FUE-Technik

FUE HaarfollikelDer Tag des chirurgischen Eingriffs nach FUE-Methode beginnt, wie auch bei der FUT-Technik, mit einer Besprechung, in der der Behandlungsablauf wiederholt genau besprochen wird. Es werden einige Bilder aufgenommen und die Verteilung, die Anzeichnung der Stirnhaargrenze sowie das Design der zu behandelnden Bereiche abgeklärt und festgelegt.

Im Anschluss wird bei Anwendung der FUE-Technik die Spendefläche (Donorbereich) bis auf circa zwei Millimeter rasiert. Bei minimalen Eigenhaar-Verpflanzungen wird lediglich eine Teilrasur vorgenommen, sodass die Entnahmestelle durch längere Haare gut zu verdecken ist und nicht auffällt. Müssen jedoch größere Mengen (ab 1500 Grafts) Follikel extrahiert werden, ist es notwendig den kompletten Spendebereich zu rasieren, da sich so die Grafts gleichmäßig aus dem Haarkranz entnehmen lassen.

Ist der Donorbereich rasiert, wird er fotografiert, um zum Beispiel bestehende Narben vor der OP zu dokumentieren. Danach beginnt die Anästhesie der Entnahmestelle. Diese wird mit feinsten Injektionsspritzen durchgeführt und verursacht den Patienten lediglich minimale Schmerzen.

Die Extraktion der einzelnen Haarwurzeln

Die Entnahme der einzelnen Grafts bedarf der hauptsächlichen Zeit. Die Haarwurzeln müssen nun äußerst exakt getroffen werden damit sie unverletzt bleiben. Die Präzisionsinstrumente für diesen Arbeitsgang besitzen einen Außendurchmesser von 0,7 bis zu 1,0 Millimetern. Für die optimale Detailsicht werden hierbei hochwertige Operationslupen genutzt.

Nach Ende der Entnahmesitzung wird die Empfängerregion ebenfalls lokal betäubt. Die Follikel bekommen nun nach und nach jede für sich ihre neue Position. Filigrane Nadeln (Außendurchmesser 0,6 bis zu 0,8 Millimetern) schaffen winzige Kanäle, in denen die Grafts sorgfältig eingebettet werden.

Diese bekommen dabei einen Winkel, welcher der naturgegebenen Wuchsrichtung der ehemaligen Haare der Patienten entspricht. Im Bereich der Stirnhaargrenze setzt der Chirurg grundsätzlich Einzelhaar-Grafts (Single-FUs) ein, damit ein natürlicher Soft-Look entsteht. Innerhalb der anderen Regionen kommen beispielsweise 2er sowie 3er FUs zum Einsatz, wodurch eine optimale Haar-Dichte erzeugt wird.

Aufgrund des hohen Aufwands kann der Eingriff je nach Anzahl der Grafts mehrere Stunden in Anspruch nehmen. In manchen Fällen wird die Behandlung auch auf zwei Tage verteilt. Die Patienten befinden sich bei der OP meistens in komfortablen Behandlungsstühlen/-liegen und bleiben während einer Eigenhaar-Transplantation praktisch schmerzfrei. Sie können ruhen oder sogar Musik hören.

Ablauf der FUT-Methode zur Eigenhaar-Transplantation

Der Ablauf der Follicular Unit Transplantation (FUT-Technik) beginnt ebenfalls am Tag des Eingriffs mit einem wichtigen Vorgespräch. Zu Beginn der OP erfolgt eine örtliche Anästhesie im Spendebereich (Haarkranz), damit im Anschluss der schmale Hautstreifen (Strip) mit kräftigen Haaren entnommen werden kann. Ist die Entnahme abgeschlossen, wird die Haut mittels feiner kosmetischer Naht wieder verschlossen und geklammert. Dieser Arbeitsgang ist für die Patienten fast schmerzfrei, wobei manche ihn kaum wahrnehmen.

Die Spenderhaare werden mittels hochauflösendem Bildschirm-Mikroskop durch ein Team Haar-Experten in ihre naturgegebenen Wuchsgruppen (Follicular Units) präpariert. Die natürlichen Eigenschaften der FUs bleiben dabei erhalten. Hierbei findet keine weitere Teilung statt, lediglich eine Sortierung nach Anzahl der Haarschäfte.

Die FUs verbleiben ab der Extraktion bis zur endgültigen Transplantation in einer Storage Solution (spezielle Nährlösung). Hiermit werden die Follikel gegen Wachstumsstörungen immunisiert. Im nächsten Arbeitsschritt bekommt der Empfänger-Bereich unter lokaler Betäubung minimale Öffnungen (Inzisionen/Slits). Die vorbereiteten FUs bekommen nun ihre endgültige Position an den zuvor gekennzeichneten schütteren beziehungsweise kahlen Bereichen des Kopfes. Hierbei wird die Haarwuchsrichtung sorgfältig bedacht.

Die Abschlussphase der Haartransplantation

Die Haartransplantation ist ein Eingriff, der zwischen 5 und 10 Stunden in Anspruch nehmen kann. Dies ist abhängig von der Anzahl der zu verpflanzenden Grafts. Es werden somit für einige Minuten mehrere Pausen eingelegt, in denen sich die Patienten etwas stärken können.

Sind sämtliche Transplantate verpflanzt, bekommt der Kopfbereich einen leichten Verband. Bevor die Patienten die Klinik/Praxis verlassen, wird ein ausführliches Abschlussgespräch geführt. Die Patienten erhalten postoperative Verhaltensanweisungen (auch in schriftlicher Form) sowie Medikamente für die erste Nacht. Am folgenden Morgen wird in der Klinik/Praxis die erste Haarwäsche sowie eine Nachkontrolle durchgeführt. Die Patienten bekommen danach exakte Anweisungen zur Haarwäsche während der nächsten Tage und können ihre Heimreise antreten.